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EnEV 2014: Dämmstärken im Referenzgebäude / Rev.7 vom 21.11.2017

Die folgende Tabelle zeigt, mit welchen Dämmstärken der U-Wert des Referenzgebäudes erreicht werden kann. (vgl. EnEV 2014, Anlage 1, Tabelle 1)

Zeile Bauteil U-Wert
[W/(m²·K)]
Dämmstärke z.B.
1.1 Außenwand, Geschossdecken
gegen Außenluft
U = 0,28 10cm WLG 030
12cm WLG 035
14cm WLG 040
1.2 Außenwand gegen Erdreich, Bodenplatte,
Wände und Decken zu unbeheizten
Räumen
U = 0,35 8cm WLG 030
10cm WLG 035
12cm WLG 040
1.3 Dach,
oberste Geschossdecke,
Wände zu Abseiten
U = 0,20 14cm WLG 030
18cm WLG 035
20cm WLG 040

HINWEIS:
Ab 2016 ist der mittels des Referenzgebäudes berechnete Jahres-Primärenergiebedarf mit dem Faktor 0,75 abzumindern.
Ein Gebäude mit exakter Referenzausführung, das vor 2016 die Primärenergieanforderungen mit genau 100% erfüllt hätte, wird also ab 2016 die Primärenergieanforderungen mit 133% deutlich NICHT erfüllen.
Wer nun einfach die Referenz-U-Werte mit dem Faktor 0,75 abzumindern versucht, wird feststellen, dass auch mit diesen verbesserten U-Werten die Primärenergieanforderungen NICHT eingehalten sind.
Da z.B. die Wärmeverluste aus Lüftung oder Wärmebrückenzuschlag durch verbesserte Bauteil-U-Werte nicht beeinflusst werden, müssen die Bauteil-U-Werte (sofern die sonstigen Ausführungen wie Haustechnik, Wärmebrückenzuschlag, etc. gemäß dem Referenzgebäude geplant sind) gegenüber der Referenzausführung etwa mit dem Faktor 0,60 - 0,65 verbessert werden.
Für die Dachflächen wären dann z.B. U-Werte von 0,12 - 0,13 W/(m²·K) erforderlich.
Fazit:
Den EnEV-Nachweis ab 2016 ausschließlich über bessere Bauteil-U-Werte erfüllen zu wollen ist i.d.R. nicht sinnvoll.
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